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Wenn Arbeit krank macht

 

 Die Anzahl der Krankmeldungen ist so hoch wie schon seit 15 Jahren nicht mehr. Die Liste der Beschwerden ist lang und unterscheidet sich je nach individuellem Berufsbild. Die häufigsten Beschwerden und wie Sie diese umgehen können, lesen Sie hier.

Augenprobleme

Langes Arbeiten am Computer ist eine wahre Tortur für unsere Augen. Sie werden müde und trocken, fangen an zu tränen oder zu brennen. Dieses resultiert vor allem daraus, dass der Blick sich auf den engen Bildschirmbereich fokussiert – und das meist über einen längeren Zeitraum. Kleine Auszeiten gönnen wir unseren Augen dabei kaum. Dabei können genau diese dafür sorgen, dass die überanstrengten Augenmuskeln sich wieder entspannen können und zur Ruhe kommen.

Tipps:

  • Halten Sie einen ausreichend großen Abstand zum Bildschirm ein.

  • Schauen Sie mal öfters am Bildschirm vorbei, z.B. aus dem Fenster.

  • Überprüfen Sie Ihre Schreibtischbeleuchtung und schauen Sie, dass Ihr Monitor das Licht nicht reflektiert.

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Mausarm

Bis zu 200 Klicks in der Minute erledigt unsere „Maushand“ bei der Computerarbeit – das stetige Tippen auf der Tastatur gar nicht erst mitgezählt. Wahrer Hochleistungssport, den selbst eine gut trainierte Muskulatur irgendwann nicht mehr mitmacht. Dann kribbeln die Finger, das Handgelenk schmerzt und ein unangenehmes Ziehen macht sich im Unterarm breit. Damit der Arm nicht irgendwann ganz außer Gefecht gesetzt ist, sollten wir unsere Bürotätigkeiten variieren. Im Klartext heißt das: Weg von der Maus, die Finger lockern und zwischendurch einfach mal etwas anderes machen.

Tipps:

  • Checken Sie Ihre Armhaltung: Ober- und Unterarm sollten etwa im rechten Winkel an der Maus liegen.

  • Überprüfen Sie Maus: Hat Sie ergonomisch die optimale Form?

  • Wechseln Sie häufiger auf die Tastatur! Für nahezu jeden Klick gibt es eine Tastenkombination.

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Verspannungen in Nacken- und Rückenbereich

Der Großteil der „Berufskranken“ klagt über Rückenbeschwerden. Gründe dafür gibt es viele: Das lange, unbewegliche Sitzen, der falsche Bürostuhl, der ständige Zug der Klimaanlage. Fakt ist: Muskelverspannungen sind nicht nur sehr unangenehm, sie können sogar chronisch werden.

Tipps:

  • Vermeiden Sie die häufigsten Rückensünden im Büro: Sitzen Sie aufrecht! Schlagen Sie

  • die Beine nicht übereinander. Klemmen Sie den Telefonhörer während des Gesprächs nicht zwischen Ohr und Hals ein. Richten Sie den Monitor richtig aus, damit Sie nicht schräg davor sitzen müssen.

  • Checken Sie Ihren Bürostuhl: Ist dieser wirklich optimal für Sie eingestellt?

  • Stärken Sie Ihren Rücken. Als eignen sich kräftigende Rückengymnastik und lockerer Ausdauersport am besten.

 

Angeschlagenes Immunsystem

Einer hustet, einer schnieft, vor einem anderen stapeln sich die gebrauchten Taschentücher – Großraumbüros sind ein Traum für Erkältungsviren, dort tummeln sie sich mit Vorliebe. Ihnen dann als Einziger entkommen? Das hängt ganz von der Verfassung der eigenen Abwehrkräfte ab.

Tipps:

  • Achten Sie auf Ihre Ernährung. Es gilt die einfache Regel: Frisches hält frisch.

  • So gern Sie Ihre Kollegen auch haben: Halten Sie Abstand. Und sorgen Sie immer für eine gute Durchlüftung des Büros.

  • Waschen Sie sich öfter die Hände. So mindern Sie das Ansteckungsrisiko.

 

Kopfschmerzen

Weit mehr als die Hälfte aller Beschäftigten leidet im Büro zeitweise unter heftigen Kopfschmerzen. Ursachen hierfür sind meist die schlechte Büroluft oder das permanente

Starren auf den Bildschirm und damit die Anspannung der Augen und der Nackenmuskulatur. Wenn der Schädel brummt und die Schläfe pocht, ist an konzentriertes Arbeiten nicht mehr zu denken. Um die Einnahme von Schmerzmitteln nicht zur Regel werden zu lassen, sollte man mit einer ausreichenden Flüssigkeitszufuhr und viel frischer Luft Kopfschmerzen vorbeugen.

Tipps:

  • Regelmäßige Entspannungspausen vom Bildschirm sind Pflicht.

  • Versuchen Sie, sich in Ruhe einer Aufgabe nach der anderen zu widmen. Sonst schwirrt Ihnen zu viel im Kopf herum – und auch das strapaziert ihn unnötig.

  • Eine täglich frische Küche mit ausreichend Vitaminen und Nährstoffen hält die grauen Zellen fit und leistungsfähig.

 

Burnout Syndrom

Spätestens seitdem dieser Begriff in aller Munde ist, dürfte jedem klar sein: Dauerhafter Stress macht krank. Obwohl Burnout keine anerkannte Diagnose ist, so notieren

Ärzte diese doch immer häufiger als Ursache für eine Krankschreibung – Tendenz steigend. Was fehlt, ist ein Ausgleich für einen dauerhaften Stresspegel. Erfolgt dieser

nicht, nehmen nach einer Weile Aufmerksamkeit und Leistungsfähigkeit ab, wir fühlen uns unausgeglichen, unruhig und antriebslos und schleppen uns ohne Elan durch den Tag – bis wir irgendwann regelrecht in uns zusammenbrechen. Burnout! Um das zu verhindern, ist es ungeheuer wichtig, auf die innere Stimme zu hören, so bereits frühe Symptome des Problems zu erkennen und direkt gegenzusteuern. Wer auf der Arbeit ständig unter

Strom steht und sich dies womöglich auch noch zuhause fortsetzt, sollte seinen Alltag dringend entschleunigen – und sich dafür professionelle Unterstützung suchen.

 medicalpress.de

Ausgabe 08-12

 

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