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Claudia Pfeil ist ein Star der Quilter-Szene

Jede "Szene" hat ihre Stars. So auch die Gemeinde der Quilter. Einer von ihnen ist Claudia Pfeil aus Krefeld. Sie sammelt mit ihrer Tätigkeit internationale Preise wie am Fließband. Vereinfacht ausgedrückt geht es beim Quilten um das Erstellen kunstvoller Steppdecken (engl.: quilts). Claudia Pfeil gibt sowohl auf der Messe CREATIVA (17. – 21. März 2010) als auch auf den PATCHWORKTAGEN 2010 (13. – 16. Mai) in der Messe Westfalenhallen

Dortmund Einblicke in diese Kunst. Im Interview erklärt sie unter anderem, wie sie dazu kam.

Frau Pfeil, wie viele Preise haben Sie bereits gewonnen?

"Rund 30, und zwar in aller Welt. Besonders stolz bin ich darauf, drei Jahre hintereinander beim renommierten Machine Quilters Showcase in den USA gewonnen zu haben. Das hat bislang noch nicht einmal ein Amerikaner geschafft, und die USA gelten immerhin als Mutterland des Quiltens. Mir liegt inzwischen auch das Angebot vor, ein Buch zu schreiben, und ein amerikanisches Fachmagazin hat mich für meine Kurse als ‚Teacher of the Year’

vorgeschlagen."

Wie fanden Sie Zugang zu Patchwork und Quilten? Wie fing alles an?

"Es begann 1984 auf der Messe CREATIVA in Dortmund. Ich machte damals eine Lehre als Schaufenstergestalterin, ging zur Messe und war gleich von den Vorführungen und Quilt-

Exponaten dort begeistert. Dieses Spiel mit Stoffen und Farben – herrlich! Während meiner Lehrzeit in Dortmund war ich immer wieder als Besucherin auf der CREATIVA, später dann als Ausstellerin. Man kann wohl sagen: Ohne die Messe gäbe es mich als Quilt-Künstlerin nicht. Heute führe ich ein Fachgeschäft für Quilts und Patchwork in Krefeld."

Was zeichnet den perfekten Quilt aus?

"Eine beeindruckende Farbigkeit, ein fantasievolles Design und die handwerkliche Ausführung. Ist alles sauber geschnitten? Treffen die Ecken präzise aufeinander? Wie ist die Einfassung gearbeitet? Wie reichhaltig sind die Quiltmuster? Allerdings sagen die Amerikaner: In jedem Quilt muss auch ein Fehler stecken. Fehlerfrei ist nur Gott."

Wie international ist die Quilter-Szene?

Ungemein. Quilter gibt es auf der ganzen Welt, auch in Afrika, Asien oder Russland. Ich selbst habe bereits in Australien und den USA unterrichtet. Ausstellungen werden über Grenzen hinweg organisiert, und die Szene kommuniziert weltweit im Internet."

Wie finanziert man eine solche Leidenschaft? Hört sich nicht ganz billig an.

"Stimmt schon. In einem Quilt steckt etwa für 300 Euro Material. Wenn ich ihn auf eine internationale Ausstellung schicke, kostet der Transport noch einmal das Gleiche. Aber ein leidenschaftlicher Quilter ist gerne bereit, diese Summen auszugeben.

Was werden Sie auf der CREATIVA 2010 und auf den PATCHWORKTAGEN in Dortmund zeigen?

"Auf der CREATIVA rolle ich mit meiner riesigen Longarm-Nähmaschine auf die Bühne und demonstriere meine Arbeit. ‚Live-Quilting’ könnte man das nennen. Auf den PATCHWORKTAGEN gibt es eine Retrospektive auf mein Schaffen, mit insgesamt 24 Exponaten."

Welches ist Ihr Lieblings-Quilt?

"Kann ich nicht sagen. Sie fragen eine Mutter ja auch nicht nach ihrem Lieblingskind. Ich liebe sie alle." Die PATCHWORKTAGE finden 2010 erstmals in Dortmund statt.

Was erwarten Sie von der Ausstellung?

"Das Dortmunder Messeteam organisiert mit der CREATIVA die größte Messe ihrer Art in Europa. Insofern werden sicher auch die PATCHWORKTAGE bestens vorbereitet. Die Ausstellung wird bestimmt toll."

Weitere Infos zur Person, inklusive einer Vita und einer Übersicht über die errungenen Auszeichnungen, gibt es im Internet: www.claudiapfeil.de oder: www.quilt-und-co.de

 

Video - Das Gesicht 2010

Video - Das Gesicht 2009