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Kindergeburtstag 

Mussten Sie schon einmal einen Kindergeburtstag planen oder an einem derart freudigen Ereignis teilnehmen? Klar! Spätestens wenn wir der Spezies Mama angehören, geraten wir alle unter den fragwürdigen Erfolgsdruck, den Ehrentag des liebsten Kindes zu einem ganz besonderen Ereignis werden zu lassen.

Schon in frühesten Entwicklungsjahren überschlagen wir uns mit besonderen Einfällen, bunte Kuchen werden gebacken, Luftballons bis zum durch Atemnot herbeigeführten Tod aufgeblasen, lustige Kindermusik gespielt und selbst im Krabbelalter pädagogisch wertvolle Spiele ausgedacht. So manches Mal trauere ich dieser Art von Kindergeburtstagen hinterher, die sich nach meinem jetzigen Erfahrungswert doch als recht gemütlich gestalteten. Heutzutage wird schon Monate vor dem Ehrentag des liebsten Kindes verzweifelt überlegt, welche Art von Geburtstag denn nun gefeiert werden soll. "Ich möchte mindestens zehn Kinder einladen", ließ unser Sohn Jan in diesem Jahr auch prompt verlauten und ich sah schon die finstere Miene meines gepeinigten Ehemannes, der in Erwartung der lustigen Kinderschar am liebsten die Flucht ergriffen hätte. "Wir könnten doch schwimmen gehen", ein Vorschlag, der bei mir auf wenig Begeisterung stieß. Mit zwei Kindern in die Fluten hechten, das dritte unter dem Arm, immer bemüht, dass keins der anvertrauten Geschöpfe unter meiner Aufsicht sein Leben lassen muss… "Nee, schwimmen ist blöd", entfuhr es mir dann auch, "aber was ist denn mit Kart-Fahren?" Begeistert über meine spontane Idee sah ich mich am Ende der Diskussion einen Latte Macchiato schlürfend entspannt auf die Kinder in der gesicherten Bahn aufpassen. "Nee, Kart ist doof, da meckern die Mädchen immer über ihre Haare". Mädchen, wieso Mädchen? dachte ich verschreckt. Soweit ich mich zurückerinnern kann, fand Jan Mädchen immer blöd. "Wie viele Mädchen sollen denn kommen", fragte ich vorsichtig und bekam auch mit der beiläufigen Antwort "vier bis fünf" gleich den nächsten Schlag ins Gesicht. Kindergeburtstag okay, aber Kindergeburtstag mit zwei verschiedenen Geschlechtern in einem frühreifen Alter stellte mich doch vor gewisse Herausforderungen. "Fußball, Kart-Fahren, Schwimmen fällt weg" zählte ich auch gleich auf, "das ist für die Mädchen zu gefährlich". Gar nicht auszumalen, wie die zarten Geschöpfe aussehen würden, wenn ihnen die stämmigen Freunde meines Sohnes unter Gebrüll die Fußbälle um die Ohren schießen würden. "Opas Garten wäre toll", sinnierte das liebste aller Kinder. Sogleich erschien die Vision des letzten Geburtstages vor meinen Augen, als Opa den von den Kindern hinterlassenen Acker – dereinst ein zauberhafter Blumen- und Gemüsegarten – rekultivieren musste. So kam die Idee für den diesjährigen Event auch von den lieben Großeltern, die ihren Garten mit aller Macht vor neuerlichem Wandalismus schützen wollten. In ein paar Tagen fahren wir mit den Geburtstagsgästen Richtung Winterberg zu einem Indoorspielplatz – weit weg und ganz bestimmt für alle Parteien sorgenfrei und folgenlos!

 

Video - Das Gesicht 2010

Video - Das Gesicht 2009