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10 Jahre Rizzato SPA Consulting – die außergewöhnliche Erfolgsgeschichte einer Unternehmerin mit Herzblut

Vor zehn Jahren, im April 2003, gründete Dagmar Rizzato in Tettnang am Bodensee das Unternehmen Rizzato SPA Consulting. Sie war eine der ersten, die sich in Deutschland mit Wellness und SPA‘s professionell und mit internationalem Background beschäftigte. Ihren „Heimathafen“ verließ sie nie, auch wenn sie heute von Moskau bis Mexiko und Skandinavien bis in den Mittleren Osten unterwegs ist. Die ausgewiesene Expertin begann ihre Laufbahn an der Basis: als ausgebildete Kosmetikerin. Ein kurze Rückschau zu den Wurzeln dieser Unternehmerin, die sich mittlerweile mit ihrem Team auf internationalem Terrain fest etabliert hat: Von den Anfängen betriebswirtschaftlich geprägter SPA- und Wellnesskonzepte bis zu einem Ausblick in die Zukunft des „gesundheitsorientierten Körperkults“.

Ein Gespräch mit Dagmar Rizzato:

 

 

Was war die Ausgangsidee, woher kamen die Motivation und der Mut, auf diesem damals noch ganz neuen Gebiet unternehmerisch tätig zu werden?

Anstoß war ein Kongress in Potsdam, in dem ich einen Vortrag über Wellness hielt, das war im Sommer 2002. In Folge dieses Vortrages wurde ich direkt von meinen zukünftig ersten Kunden angesprochen, die in meinen Inhalten offensichtlich erkannten, dass sie von meiner Erfahrung etwas Erfolgsbringendes für ihre Betriebe übernehmen können. Es war damals die Lindner Hotelgruppe und das Hotel Zur Bleiche Resort & SPA. Beides wurden langjährige Kunden, denen wir vieles verdanken. Erfolg ist immer auch eine Frage tiefer Konsequenz.

Als Sie den Grundstein für die Selbstständigkeit legten, welche Ideen und Ziele waren damals ausschlaggebend?

Zunächst wurde mir klar, dass es in Europa einen aufkeimenden Markt „Wellness und SPA“ gab. Dazu war miraus der Erfahrung anderer Kontinente auch klar, dass nach dem ersten Boom die Professionalisierung der Branche ansteht. Meine Idee war, eine Branche, die zum damaligen Zeitpunkt kaum erfahrene Spezialisten hatte, am Wissen, Netzwerk und der Erfahrung meinerseits partizipieren zu lassen. Auch eine hohe Motivation war, bereits erkannt zu haben, dass die Lieferanten geprägte Branche in eine schwierige Zeitlaufen wird, sobald Wettbewerb entstand und auf Wirtschaftlichkeit geschaut werden muss. Im Gegensatz zu anderen Kontinenten schien SPA- Betriebswirtschaft im deutschsprachigen Raum nicht nur ein Fremdwort zu sein, sondern überhaupt nicht zu existieren. Die hardwarelastigen Expansionen der Wellnessbranche waren zum Teil atemberaubend. Es war offensichtlich, dass sich dies schnell ändern wird und damit Wissen zu professionellem SPA Management als auch Investment und Planung gebraucht werden.

Haben sich diese unternehmerischen Fragestellungen geändert? Wenn ja, warum?

Ja, insofern, als dass der Druck auf Wirtschaftlichkeit extrem erhöht ist. Wellness ist schon seit mehreren Jahren kein Allheilmittel für buchungsschwache Hotels mehr. Die Angebotsübermacht hat die Branche in die Professionalisierung gezwungen. Die Verfügbarkeit guten und sehr guten Personals tut ihr Übriges dazu, dass SPA- und Wellnessbereiche professionell geführt werden müssen.

Was war bisher die größte Herausforderung?

Zum einen Geschäft und Familie in einer akzeptablen Balance zu halten. Zum anderen auch die Schwierigkeit durch die Expansion des Unternehmens auch hohe Anforderungen an die Ausbildung eigener Mitarbeiter, Trainer, Junior Consultants zu tragen. Eine andere Herausforderung war auch,meinen in der deutschsprachigen Hotellerie unbekannten Namen bekannt zu machen. Ich war ja bis zur Gründung von Rizzato Spa Consulting im Schwerpunkt in anderen Regionen der Welt unterwegs, was Spa- & Wellnessthemen anbetrifft.

Was waren Höhepunkte in Ihrer Firmengeschichte?

Es gibt nicht den einen Höhepunkt, da werden wir täglich mit vielem belohnt:- Neue Projekte die eröffnen und erfolgreich am Markt positioniert sind, Teams die in ihrer Qualität und Persönlichkeit über Schulungen und Coaching große Erfolgssteigerungen erzielen, sowohl im persönlichen als auch wirtschaftlichen Bereich. Die vielen wunderbaren Kunden, zu denen auch persönliche Beziehungen wachsen. Einzelne Mitarbeiter, die über ein Training auf einmal ihr persönliches Potential aktivieren können. Feed Backs der Kunden, die nach konsequent umgesetzten Maßnahmen enorm positive Rückmeldungen der Gäste erleben dürfen. Das sind alles Highlights, die sehr wichtig sind für uns, wie auch für jedes andere Unternehmen. Eine hohe Wertigkeit hat für uns auch dasl aufend und immer wieder neu geschenkte Vertrauen unserer Kunden in unsere Beratungs- und Leistungskompetenz. Das bestätigt unser Herangehen und treibt uns voran.

Was ist Ihnen besonders gut gelungen?

Ich denke, es ist uns gelungen, Rizzato SPA Consulting als eines der wesentlichen Consultingunternehmen für den SPA-Bereich am Markt zu positionieren, bei einer Reichweite von Moskau bis Mexiko und Skandinavien bis in den Mittleren Osten. Nach wie vor legen wir in jedem Fall darauf Wert, als „Die Handwerker, als handwerkliche Experten“ zu gelten und das, was wir erzählen, nach wie vor selber vormachen zu können. Die praktische Schnittstelle zur Umsetzung ist uns wichtig, nicht aufTheorie- oder Philosophieebene oder bei einem Marketingslogan zu bleiben. Dabei – so hoffen wir – sind wir bodenständig geblieben.

Wer waren Ihre wichtigen Wegbegleiter?

Ganz sicher waren die Kunden der ersten Stunde wichtig, allen voran Familie Clausing, Inhaber des Hotels Zur Bleiche Resort & SPA im Spreewald, mit denen wir über acht Jahre intensiv zusammengearbeitet haben. Gefolgt von Lindner Hotels, die Wellness Hotels Deutschland, Familie Traubel mit ihrem wunderbaren „Hotel Hubertus“ in Balderschwang, die Wellnesshotels Deutschland – eigentlich all diejenigen, die uns in den ersten beiden Jahren so hoffnungsvoll vertrauten und uns damit ermöglichten, im deutschsprachigen Raum unsere „Heimatbasis“ auszubauen. Dann sind und waren da auch Industrie-Teilnehmer mit denen uns bis heute aktive, allerdings auch neutrale Kooperationen verbinden: Dr. Babor, Thalgo, Klafs, Trautwein, Unbescheiden und viele im Ausland.

Wie würden Sie die Entwicklung der Geschäftsfelder und der Kundenstruktur beschreiben?

Die Geschäftsfelder sind von Anfang an klar definiert gewesen und im Wesentlichen auch so geblieben. Geändert haben sich vor allem die Tiefe und Breite der Inhalte. In der Kundenstruktur hatten wir immer schon den Schwerpunkt in der Privat-Hotellerie sowie in den kleineren Kettenbetrieben. Die großen Hotelketten, wie Marriott und Hilton, haben wir ebenfalls im Portfolio, halten sie aber bewusst gering im Volumen.

Der Terminkalender ist gut gefüllt und Ihre Familie muss sicher oft auf Sie verzichten. Was bedeutet für Sie Leidenschaft?

Jeden Tag mit Begeisterung und Dankbarkeit aufzustehen und an eine Arbeit gehen zu dürfen, die mich bis heute mit Demut erfüllt: Kraftplätze für Menschen zu schaffen, wo sie sich in ihrer puren Natürlichkeit, nämlich nackt, darum kümmern ihre eigenen Wurzeln wieder zu nähren, sich selber wieder zu spüren, mit Freude und Kultur „gesundheitsorientierten Körperkult“ zu erleben.

Was sind aktuell wichtige, herausragende Projekte?

Ich möchte hier kein einzelnes Projekt nennen, vielmehr all die Projekte, die mit großer Ernsthaftigkeit und Gastnähe sich darum kümmern, wie sie mit ihren Soft Skills aufrichtige, wahrhaftige sowie nachhaltige Aufenthalte und Inhalte für ihre Gäste schaffen. Dabei spielt auch das Auftragsvolumen nicht die wesentliche Rolle, sondern die Intensität und Nachhaltigkeit mit der ein Thema, eine Konzeption, ein Betriebskonzept oder Training, etc. umgesetzt wird.

Worauf legen Sie viel Wert, was ist Ihnen besonders wichtig?

Nach wie vor die Aufklärung zur wirtschaftlich erfolgreichen Konzeption, Planung und Führung von SPA’s, die Vermeidung von Hardware-Lastigkeit, die Verknüpfung von fachlichen Trainingsinhalten mit Persönlichkeitswachstum von Mitarbeitern. Kurzum, die weitere Professionalisierung des Themas SPA Management, mit allem was dazu gehört.

Wellness in Zukunft – was ist Ihre persönliche Prognose?

Erfolgreich überleben werden die SPA‘s, die sich um Qualitätsmanagement und Wirtschaftlichkeit in Ausrichtung auf die Gästestruktur kümmern. Für andere wird es zunehmend enger werden – in allen Beziehungen. Es wird nicht mehr die eine „rettende“ Idee als Umsatzgarant geben. Wachstum ist immer dort möglich, wo man sich mit Konzept und Qualität noch mehr an die Gastwünsche, Zielgruppe und Bedürfnisse dern Gäste heranarbeitet.

Wellness ist immer noch ein relativ junger Wirtschaftsbereich – wie bleiben Sie an Trends dran?

Wir sindntäglich in der Analyse der wesentlichen Entwicklungen des Marktes, vor allem mit und bei unseren Kunden. Wir sprechen sehr viel mit Gästen, das ist eine ganz wesentliche Quelle. Zudem machen wir eine Vielzahl von Studien mit neuen Instrumenten, Fragestellungen, Anwendungen, etc. Das heißt, direkte Rückmeldung zu dem was wir täglich tun im Abgleich mit den Gast - und Zielgruppen wird auch unsere Zukunft sichern, da bin ich mir sehr sicher. Wir bleiben auf jeden Fall neugierig.

„Ich durfte an der Seite und mit meinen Kunden lernen und ich kann mit Sicherheit sagen, es ist nicht nur ‚mein Wissen‘“, so Dagmar Rizzato.

Ausgabe 05-2013

 

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