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Immer wieder mittwochs ...

... rockt Pamela das riff

Interview mit Pamela Falcon


 

Pamela, seit elf Jahren machst Du die New-York-Nights im riff. Immer sind verschiedene Gäste da – wer wäre Dein Traumgast?

TINA TURNER!! Ich habe ihr auch schon geschrieben, aber keine Antwort erhalten ... naja. Ich bleibe dran. Denn das wäre doch etwas ganz Besonderes ...!! (lacht)

 

Alle wollen nach New York, Du hast die Metropole verlassen, kamst nach Bochum und bliebst. Wie kam das?

Ich wollte immer nach Deutschland. Denn: Ich war und bin ein Nina Hagen-Fan, ein großer Nina Hagen-Fan! Ich werde auch im kommenden Monat in Hamburg zusammen mit Nina singen. Damals war Nina Hagen in USA nicht ganz so bekannt, aber im Untergrund eine echte Größe. Sie war einfach „cool“. Und dann waren da noch die Scorpions ... Wow! Damals waren alle Amerikanerinnen von den Scorpions restlos begeistert. Dieser Super-Rock, diese perfekten Männer ... Das hat uns umgehauen. Die waren so unglaublich stark. Großartig!

Ich kam dann schlussendlich über den Starlight Express nach Deutschland und Bochum. Bei einem Vorsingen in NY wurde ich als Darstellerin ausgewählt und dann ging es direkt hierher. Anfangs dachte ich: O.k. ich bleibe ein Jahr. Dann folgte noch ein Jahr, noch eines. Nun bin ich immer noch da. Ich liebe das hier.

 

Vermisst Du New York manchmal?

Natürlich vermisse ich NY hin und wieder. Aber ich bin häufig dort, um Freunde oder meine Familie zu besuchen. Ich reise manchmal nur für ein Wochenende, die Flüge sind so billig! Das Gute ist, dass ich jedes Mal den Energie-Kick dieser Stadt mitnehme.

 

Hast Du noch Kontakt zu den Leuten vom Starlight Express?

Jaaaa! Dank Gott für Facebook! Es ist phantastisch. Alle sind da und wir halten den Kontakt. Gestern zum Beispiel, auf dem Weg nach Hamburg, habe ich geschrieben: „Hey, guten Morgen allerseits, ich komme nach Hamburg“. Die Leute waren sofort da: „Ohhh, dann komm auf einen Kaffee vorbei!“ Alle sind bei Facebook versammelt, nicht nur die Sänger oder Tänzer, sondern auch die Ton- und Lichtleute, Techniker ... einfach alle.

 

Wie kamst Du denn mit den NY-Nights ins Riff?

Ach, das ist auch eine lustige Geschichte! Ich war in damals mit der Idee in jedem Club in Bochum. In jedem! Dachte ich jedenfalls. Aber keiner von denen wollte Live-Musik! Dann traf ich im Zug von Hamburg nach Bochum Heri Reipöhler, ich kannte ihn von Bochum Total. Ich fragte ihn: „Hast Du noch eine Idee?“ Er riet mir, Dirk Steinbrecher anzurufen. „Der hat einen tollen Club“, hat er damals gesagt. Ich muss ehrlich sagen, ich hatte bis dahin noch nichts vom riff gehört ... Also rief ich Dirk an. Und der sagte sofort: „Yes!! Gute Idee!! Das machen wir!“ Er war total begeistert, sofort Feuer und Flamme. „Kannst du direkt vorbeikommen?“ hat er noch gefragt. Ich hatte vom ersten Augenblick an das Gefühl, das ist der richtige Mann für das Projekt. Und es hat sich bestätigt – bis heute. Er ist der beste Partner für die NY-Nights, den ich je hätte haben können.

 

Auf jeden Fall seit ihr erfolgreich – seit elf Jahren macht ihr die NY-Nights schon. Hat sich in der Zeit etwas verändert?

Als wir begannen, haben wir fast nur eigene Musik gespielt. Bis wir anfingen, auch Charts und TOP 40 mit ins Programm zu nehmen. So haben sich die NY-Nights zu dem entwickelt, was sie heute sind. Neuerdings starten wir mit einem Buffet ab 20 Uhr, bei dem meine Gäste unplugged spielen. Darum haben mich Besucher gebeten, so können auch solche kommen, die am nächsten Tag arbeiten müssen. Die elektrische Musik kommt später, wer mag, kann bleiben.

 

Mit dabei sind auch immer Deine Gäste ...

Ja, die tragen so viel zu den Abenden bei. Und was ich an ihnen und den NY-Nights generell so liebe ist, dass Vieles spontan entsteht. Vergangene Woche zum Beispiel war ein Kollege von mir da, Stevie Woods vom Starlight Express. Ich habe ihn viele Jahre nicht gesehen, aber nun stand er unerwartet vor der Bühne und wir machten spontan seine Songs. Oh! Das liebe ich! Wir haben zwar für jeden Abend einen Plan, aber manchmal kommt alles anders. Das ist lebendig, wirklich live und das passiert dann richtig mit Herz ...

 

Wer kommt denn in diesem Jahr noch?

Pssst, das ist geheim!! Das habe ich immer so gehandhabt und es bleibt eine Überraschung. Ich telefoniere immer hinter den Kulissen und schreibe Briefe ... so kommen die Kontakte zustande.

 

Dein Publikum geht da gerne mit ...

Ach, die sind toll. Zu den NY-Nights kommen ja Menschen zwischen acht bis achtzig Jahren. Eine ganz bunte Mischung. Ja, auch Omas, Doppelomas – wie heißt das noch mal auf deutsch? Ach ja, Urgroßomas. Die kommen dann mit ihren Enkeln, die vielleicht in Bochum studieren. Das sind unglaubliche Geschichten und ich mache Musik für alle diese unterschiedlichen Menschen. Zudem kommen die Leute von weit her. Kürzlich meldete sich jemand aus dem Iran. Er hatte über seine Tochter von den NY-Nights gehört und war vorbeigekommen. Das muss man sich mal vorstellen. Und das läuft alles über Mundpropaganda.

 

Wie nah fühlst Du Dich Deinem Publikum?

Sehr nah, wir sind eine große NY-Night-Familie. (Lacht.) Manchmal spiele ich sogar auf Hochzeiten von Paaren, die sich bei den NY-Nights kennengelernt haben. Einige bitten mich darum und ich mache das gerne. So romantisch ist das oft ...

 

Gibt es Dauerbrenner in Deinem Programm?

Klar, wir haben ein paar Lieder, die die Leute lieben. Dazu gehört zum Beispiel „What a feeling“ und „Walking on Sunshine". Diese Lieder können die Besucher jede Woche hören, ich kann die Songs wahrscheinlich 10.000 Mal spielen und das Publikum reißt die Arme hoch und feiert. „Time of my life“ ist ebenfalls so ein gern gehörter Hit ... und „Help“. Auch ich liebe diesen Song.

 

Du machst Konzerte, die NY-Nights, gibst Workshops, malst, bist ständig in der Welt unterwegs. Und noch vieles mehr. Hat Dein Tag mehr Stunden als unser?

Ich bin New-Yorkerin, totale New-Yorkerin, da geht alles! Ich lebe hier einfach den NY-Lifestyle – und der ist voller Energie. Außerdem habe ich das große Glück, dass ich das machen kann, was ich liebe. Ich bin zwar pünktlich mit meinen Terminen, aber ich lebe das Leben einer Künstlerin. Ich bin sehr organisiert und gleichzeitig spontan. So bin ich eben.

 

Was sagst Du, warum sollen die Leute auf jeden Fall bei den NY-Nights reinschauen?

Wir lieben das, was wir machen einfach. Und das bekommt das Publikum zu spüren. Die Besucher sollen Spaß haben, Energie bekommen und mit guter Laune nach Hause gehen. Dieses gute Gefühl möchten wir ihnen geben, weil das unsere Liebe ist. Wir möchten, dass die Leute kommen und großartige Musik hören. Und wenn das Publikum meine Gäste feiert, dann ist das für mich eines: „it’s magic“ - absolut magisch!

 

Das Interview führte Sabine Josten

Ausgabe 09-10

 

 

 

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