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Nationalspielerin Kerstin Stegemann 

Wahrhaft turbulente Monate liegen hinter Fußballerin Kerstin Stegemann. Erst stieg sie mit ihrem Verein Heike Rheine aus der 1. Bundesliga ab, dann schloss sie sich dem Aufsteiger Wattenscheid 09 an. Kerstin Stegemann ist eine absolute Dauerbrennerin des DFB: auf der rechten Abwehrseite ist sie unverzichtbar, und nur Birgit Prinz hat mehr Einsätze für Deutschland. Michael Ragsch hat mit der 30-jährigen Sportsoldatin gesprochen.

Was war das Eindrucksvollste an den Reisen nach China und Indien?

Stegemann: Man lernt andere Leute kennen, andere Länder, man schließt Freundschaften. Und hinterher weiß man erst, wie gut es einem hier in Deutschland geht. Schön war natürlich, dass wir auf unseren Reisen so erfolgreich Fußball gespielt haben.

Wer so viel auf Reisen ist – ist der froh, auch mal zu Hause zu sein, bei den geliebten Pferden?

Stegemann: So langsam kehrt mal Ruhe ein, der Alltag. Es war ein hektisches Jahr mit hartem Training und vielen Reisen. Jetzt lasse ich das Jahr langsam ausklingen – wobei endlich mal die SG Wattenscheid 09 im Vordergrund steht.

Wie fühlt es sich an, wenn man bei der Wahl zur Weltfußballerin des Jahres im Rennen ist?

Stegemann: Für mich als Defensivspielerin ist es eine große Anerkennung, dabei zu sein. Aber die größte Bedeutung hat es nicht für mich.

Die nächste WM wird 2011 in Deutschland stattfinden. Aber die Zusage des Weltverbandes FIFA war keine Überraschung, oder?

Stegemann: Ich freue mich natürlich auf das Turnier im eigenen Land. Aber wirkliche Zweifel hatte ich nicht. Wenn man den Frauenfußball gut verkaufen möchte, ist Deutschland die beste Adresse. Jetzt steht eine Menge Arbeit an, wir müssen weiter Werbung betreiben. Das heißt auch: mit der Nationalmannschaft dürfen wir nicht nachlassen, und auch die Bundesliga muss attraktiven Fußball zeigen.

Wird denn Kerstin Stegemann 2011 noch dabei sein?

Stegemann: Darüber denke ich jetzt noch gar nicht nach. Es ist auch egal, ob ich dabei bin oder ob’s der Nachwuchs richtet; wichtig ist, dass der Frauenfußball in Deutschland weiter erfolgreich ist. Ich selber plane nur noch von Jahr zu Jahr, und im nächsten Jahr haben wir Olympische Spiele. Natürlich müssen wir dafür sorgen, dass wir bis zum Jahr 2011 unseren Nachwuchs weiter optimal fördern.

Die letzten Wochen waren sicher ganz schön strapaziös. Ist noch Kraft übrig für den Abstiegskampf mit Wattenscheid 09?

Stegemann: Es ist natürlich hart nach den Reisen, aber das wusste ich vorher. Für mich gibt es keine Ausreden nach dem Motto: Ich bin müde. Ich werde alles daransetzen, auch in Wattenscheid gut zu spielen.

Muss man sich als Frau eigentlich noch gelegentlich dafür rechtfertigen, dass man Fußball spielt?

Stegemann: Die Zeit ist wirklich vorbei! Mich hat man jedenfalls zuletzt als Mädchen darauf angesprochen...

 

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