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Frühjahrsputz für Leib und Seele

Alle Jahre wieder beginnt nach dem Karneval die Fastenzeit. Nach christlicher Tradition sollte zwischen Aschermittwoch und Ostern auf Genussmittel und auch auf Fleisch verzichtet werden.

 Manche Menschen nehmen ein paar Tage lang jedoch überhaupt keine feste Nahrung zu sich. Der freiwillige, zeitlich begrenzte Verzicht auf energiereiche Speisen und Getränke, Nikotin, Koffein und Alkohol wirkt sich sehr positiv aus: auf Körper, Geist und Seele! Regelmäßiges Heilfasten unter ärztlicher Anleitung, sei es zu Hause oder in einer der zahlreichen Fastenkliniken, erweist sich als Prävention für verschiedenste Zivilisationskrankheiten. Beim Fasten verliert man zwar einige Pfunde, aber das Abnehmen ist eigentlich nicht Sinn und Zweck des Ganzen.

Fasten nach Buchinger

Eine lange Tradition und am weitesten verbreitet ist die Fastenmethode nach dem Arzt Dr. Buchinger: Nur Flüssigkeiten wie Wasser, Tee, Gemüsebrühe oder Säfte werden dabei zu sich genommen. Auf Kaffee, Schwarztee, Alkohol und Nikotin wird ganz verzichtet. Insgesamt sollte man eine Fastenphase von drei Wochen einplanen. Nach zwei bis drei Entlastungstagen mit Obst, Reis oder Kartoffeln (circa 800 Kilokalorien pro Tag) folgen 12 bis 15 Tage ohne feste Nahrung (circa 250 Kilokalorien pro Tag), anschließend folgen die Aufbautage mit Salaten, Gemüsesuppen, fettarmen Milchprodukten und frischem Obstmüsli (800 bis 1.000 Kilokalorien pro Tag). Einige „Fasten-Mediziner“ empfehlen, das Obstmüsli als Frühstück die ganze Zeit über beizubehalten. Es ist sehr schmackhaft, liefert alle wichtigen Nährstoffe plus sekundäre Pflanzenstoffe, macht satt und das alles bei 260 Kilokalorien pro Portion.

Heilfasten zu Hause fällt umso leichter, wenn der Partner beziehungsweise die Familie mitmacht. Vorsicht – Fasten macht unsozial! Durch die Entgiftung kommt es zu starken Ausdünstungen durch Haut und Mund, die mit vermehrter Körperhygiene allerdings in den Griff zu kriegen sind. Wer beruflich und gesellschaftlich bedingt viele Trink- und Essveranstaltungen wahrnehmen muss, der schwimmt natürlich gegen den Strom, wenn er aus Fastengründen ständig ablehnt.

Reinigung des Körpers?

Viele positive Wirkungen des Heilfastens sind wissenschaftlich kaum oder nur ungenügend belegt. Der in Zusammenhang zum Heilfasten immer wieder genannte Begriff „Entschlacken“ ist wissenschaftlich nicht begründbar. In einem gesunden menschlichen Körper gibt es keine Ansammlung von Schlacken und Ablagerung von Stoffwechselprodukten. Nicht verwertbare Stoffe werden bei ausreichender Flüssigkeitszufuhr über den Darm und die Nieren ausgeschieden.“

Hausputz für den Darm

Das Fasten wird üblicherweise mit einer kompletten Darmentleerung eingeleitet. Dabei werden alle Nahrungsreste aus dem Darm ausgeschieden. Vorteil: Wenn der Darm leer ist, hat man während des Fastens weniger Hungergefühle und gesunde Darmbakterien können an der gereinigten Darmwand schließlich wieder ansiedeln Die Abführmethode mit Glaubersalz ist zwar drastisch, hat sich aber bewährt. Glaubersalz ist ein Mineralsalz aus Natriumsulfat, das in warmem Wasser aufgelöst und dann kalt getrunken wird. Die Salzlösung lässt enorme Mengen Wasser aus den umliegenden Geweben in den Darm einströmen. Dadurch wird der Darm gedehnt und reagiert nach kurzer Zeit mit einer kräftigen Stuhlentleerung, die für den Körper das Signal zur Stoffwechselumstellung für den Beginn des Fastens ist.

Fastenregeln

Heilfastenkuren sollten nur nach einer ärztlichen Untersuchung durchgeführt werden. Die Wirkung von Medikamenten wird durch das Fasten beeinflusst, auch hierüber sollte man mit seinem Arzt vorher sprechen. Kranke Personen, Schwangere oder stillende Mütter, Kinder oder Senioren und sehr magere Menschen sollten nicht fasten.

Gesunde Erwachsene fasten normalerweise eine Woche. Es ist wichtig, dass man sich danach einige Tage Zeit zum sogenannten Fastenbrechen gibt. In dieser Aufbauphase gewöhnt man seinen Körper nach und nach an feste Nahung, die am besten nicht fett, würzig oder blähend sein sollte.

Fastenregel 1

Gehen Sie zu Ihrem Hausarzt und lassen Sie Ihre Gesundheit checken: Sind Sie fit für das Fasten?

Fastenregel 2

Kein Nikotin, kein Alkohol, kein Koffein.

Fastenregel 3

Man sollte versuchen, rund 3 Liter Flüssigkeit am Tag zu trinken.

Fastenregel 4

Zum Abführen 30 bis 40 Gramm Glaubersalz in mindestens 0,3 Litern Wasser auflösen und trinken.

Fastenregel 5

Trinken Sie neben Wasser auch Tee (kein Schwarztee), Obst- und Gemüsesäfte und einmal täglich eine Gemüsebrühe (siehe unten).

Fastenregel 6

Bewegen Sie sich während des Fastens, am besten an der frischen Luft, um dem Muskelabbau entgegenzuwirken.

Ausgabe 02-12

 

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