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Zahnärzte kämpfen gegen Zeitbomben

Praxis ThiemerHeermann verfolgt einen ganzheitlichen Ansatz

Die Zusammenhänge zwischen Zahngesundheit und allgemeinem Gesundheitszustand rücken bei internationalen Forschergruppen immer mehr in den Mittelpunkt. „Wir wissen zum Beispiel schon länger, dass Zahnfleischentzündungen bei Sportlern zu Leistungseinbußen und chronischen Verletzungen führen“, erklärt der Bochumer Zahnarzt Dr. Jörn Thiemer. „Dass aber von solchen Zahnerkrankungen weitaus größere Gefahren ausgehen, wird erst in jüngster Zeit immer deutlicher“, ergänzt sein Kollege Dr. Jan Heermann.

Bei regelmäßigen Fortbildungsaufenthalten in den USA informieren sich beide Zahnmediziner über die neuesten Forschungsergebnisse und Behandlungsmethoden. „Dort ist es selbstverständlich, dass sich Allgemeinmediziner und Zahnmediziner miteinander austauschen, um die Wechselwirkungen besser in den Griff zu bekommen“, erklärt Dr. Jörn Thiemer.

Das gilt besonders für die Kardiologie. Aus gutem Grund: „Es gilt als erwiesen, dass chronische Zahnfleischentzündungen und Parodontitis das Risiko für einen Herzinfarkt verdoppeln“, betont Dr. Jörn Thiemer.

Prof. Dr. med. Dietrich Baumgart, Mitglied der Europäischen Gesellschaft für Kardiologie bestätigt: „Wir Kardiologen haben tatsächlich lange Jahre nur vor Ablagerungen gewarnt – also der sogenannten Arterienverkalkung. Heute wissen wir, dass Menschen mit diesen Ablagerungen problemlos alt werden können. Kommen allerdings Entzündungsstoffe aus dem Mundraum hinzu, werden diese Ablagerungen zu einer Zeitbombe: Dann können sich die an sich stabilen Ablagerungen in kürzester Zeit so verändern, dass es zu einem Gefäßverschluss kommt. Das bedeutet dann Thrombose, Schlaganfall oder Herzinfarkt.“

Was die Zahnärzte ThiemerHeermann seit Jahren ihren Patienten vermitteln, ist seit einiger Zeit Forschungsfeld an deutschen Universitäten. So hat der Bonner Professor James Deschner bereits nachgewiesen: „Bei Herz-Kreislauf-Erkrankungen gehen wir von einer Risikoerhöhung von mindestens 17 Prozent aus. Bei Diabetes und Arthritis erhöht sich das Risiko durch eine Parodontitis um das Dreifache.“

Wir wollen aber nicht nur warnen, wir tun auch was“, betont Dr. Jörn Thiemer. In der Bochumer Praxis setzen die Zahnmediziner deshalb auf einen Frühtest, mit dem versteckte Zahnfleischentzündungen lokalisiert werden, bevor sich eine Parodontitis entwickelt.

Vor allem ihren Patientinnen rät Dr. Simone Thiemer zu diesem Test. „Ein Herzinfarkt ist keine Männersache“, betont die Zahnärztin. „Herzinfarkt als Todesursache ist bei Frauen häufiger als bei Männern“, informiert etwa das Deutsche Grüne Kreuz. So erhöhen bei Frauen zum Beispiel die Wechseljahre das Risiko eines Infarktes. Der schützende Effekt, den das natürliche Hormon Östrogen auf die Gefäße hat, entfällt nach den Wechseljahren. „Doch auch jüngere Frauen profitieren durch ganzheitliche Vorsorge“, betont die Zahnärztin: „Die Entzündungsstoffe auf dem Mundraum verdreifachen nämlich auch das Risiko einer Fehlgeburt.“

Ausgabe 12 - 2011

 

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