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Die größten Fitness-Irrtümer – Teil 1

Von "Stretching schützt vor Muskelkater" bis "Problemzonengymnastik" - unter Sportlern kursieren zahlreiche Fitness-Irrtümer.

1. Muskelkater ist ein gutes Zeichen

Wer am Tag nach dem Training jeden Muskel spürt, hat sich nicht etwa nur ausreichend ins Zeug gelegt, sondern seinen Körper schlichtweg überfordert. Harte, schmerzende Muskeln sind ein Zeichen für winzigste Verletzungen der Muskelfasern. Sie entstehen, wenn Muskelzellen durch ungewohnte Belastung überbeansprucht werden. Sie ermüden dadurch und können dann vor allem schnelle Abbremsbewegungen nicht mehr ausreichend abfedern - es entstehen Mikrotraumata. Der eigentliche Schmerz entsteht vermutlich durch Entzündungsprozesse in dem malträtierten Bereich. Die Trümmer der verletzten Zellen werden aufgelöst und abtransportiert, was den Muskel anschwellen lässt.Muskelkatergeplagte sollten daher auch nicht gegen den Schmerz antrainieren, um etwa die vermeintliche Milchsäure abzubauen. Das verschlimmert die Sache nur. Stattdessen helfen sanfte Bewegungen, welche die Durchblutung fördern und so die Regenerationsprozesse beschleunigen, sowie Wärme aus der Sauna oder Badewanne.

2. Stretching schützt vor Muskelkater

Die Theorie, wonach Stretching dem Muskelkater vorbeugt, ist hinfällig, eher ist das Gegenteil der Fall. Wissenschaftler der Universität Sydney haben Studien ausgewertet, die den Zusammenhang zwischen Stretching und Muskelkater untersuchten. Das Ergebnis: Weder vor noch nach dem Training verhindern Dehnübungen einen Muskelkater. Darüber hinaus gibt es bislang keinen wissenschaftlichen Beleg dafür, dass Stretching vor Verletzungen schützt. Dennoch kann das Dehnen der Muskeln Sinn machen, denn wer steif und unbeweglich ist, verletzt sich eher.
 

3. Muckis brauchen Eiweißpulver

Nur Muskeln, die auch arbeiten, wachsen und gedeihen. Eiweißpulver oder -Drinks sind dafür gar nicht nötig. In Fleisch und Milchprodukten, aber auch in bestimmten Gemüsesorten wie Hülsenfrüchten und Kohl stecken bereits jede Menge Proteine.Die Eiweiß-Pülverchen sind aber nicht nur unnötig, sondern mitunter sogar gefährlich: Zu viel Eiweiß kann Nierenprobleme verursachen. Auch die Qualität der Produkte - zumindest der billigen - lässt häufig zu wünschen übrig: Viele Präparate bestehen aus kollagenem Eiweiß, das aus Knorpel, Schwarten und anderen Schlachtabfällen gewonnen wird.
 

4. Fitnessdrinks machen fit

Für sportliche Betätigungen unter einer Stunde reicht Wasser als Durstlöscher völlig aus. Die meisten Fitnessdrinks versprechen aber noch mehr: Power, Energie und Leistung. Zugesetzte Nährsalze sollen die durch das Schwitzen ausgeschiedenen Elektrolyte ersetzen, Magnesium Krämpfen vorbeugen, Koffein die Leistungskraft steigern und Zucker die Energiereserven aufstocken. Viele der beigemixten Zutaten sind aber völlig überflüssig. Einzig Natrium und Kohlenhydrate können - bei längerem Ausdauersport - sinnvoll sein. Der Energiekick aus der Flasche ist jedoch für Menschen, die das Training zum Abspecken nutzen, ausgesprochen kontraproduktiv: Wenige Schlucke reichen, und die nach halbstündigem Schwitzen verbrauchte Energie ist wieder ersetzt.

5. Nordic Walking ist ein Sport für Omas

Zugegeben: Was viele betreiben, die mit Stöcken bewaffnet durch die Landschaft schlurfen, hat mit Ausdauersport wenig zu tun. Ganz anders sieht die Sache aber aus, wenn Nordic Walking richtig betrieben wird - also unter Einsatz von etwa 70 Prozent der gesamten Muskulatur. Der Kalorienverbrauch dabei ist zwar nicht ganz so hoch wie beim schweißtreibenden Joggen, aber trotzdem beachtlich. Die richtige Technik erfordert allerdings einige Übung,denn Nordic Walking wurde ursprünglich für das Training von Spitzensportlern entwickelt. Am besten lässt sich die Sportart mithilfe eines Trainers erlernen, der falsche Bewegungsabläufe korrigiert, bevor sie zur Gewohnheit werden.

Ausgabe 11 - 2011

 

 

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