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Bipolare Störungen werden oft mit Depressionen verwechselt

Die „Initiative Schattenkampf“ hilft, die Symptome zu erkennen.

Trübes Wetter, trübe Stimmung – gerade im Winter sind Stimmungsschwankungen wohl nahezu jedem vertraut. Laut einer aktuellen Forsa-Umfrage* fallen 36 Prozent der Frauen und 24 Prozent der Männer in der dunklen Jahreszeit in ein Stimmungstief: Sie sind antriebsloser als im Sommer, ziehen sich zurück und fühlen sich allein.

In der Regel geben diese Stimmungsschwankungen keinen Anlass zur Sorge, sondern sind ganz normal. Wenn die innere Leere aber beständig anhält und die Niedergeschlagenheit immer größer wird, kann es sich auch um Anzeichen einer Depression handeln. Wenn es neben dieser tiefen Traurigkeit immer wieder Phasen eines extremen Hochgefühls gibt, die sich durch übersteigerte „gute Laune“ und unbändigen Tatendrang kennzeichnen, ist die Depression eventuell nur ein Teil der Erkrankung. Die Initiative Schattenkampf bietet Informationen und Aufklärung über das Krankheitsbild einer bipolaren Störung.

 

Depression „nur“ eine Facette der Erkrankung

Von einer bipolaren Störung, auch manisch-depressive Erkrankung genannt, spricht man, wenn neben Phasen gedrückter Stimmung auch immer wieder Phasen voller überschwänglichem Tatendrang auftauchen, in denen man wie ausgewechselt scheint. Die Betroffenen leben im Wechsel zwischen zwei extremen Stimmungspolen: in manischen Phasen ungewöhnlich aktiv und übersteigert gut gelaunt, aber auch schnell gereizt und aggressiv, in depressiven Phasen niedergeschlagen und antriebslos. Oft bleiben bipolare Störungen unerkannt und unbehandelt. Dies vor allem, weil gerade manische Phasen häufig nicht als solche erkannt werden: Die Betroffenen fühlen sich nicht „krank“ und gehen daher meist erst spät oder gar nicht zum Arzt. Sie suchen eher in depressiven Phasen Hilfe. Daher wird die bipolare Störung leicht mit einer Depression verwechselt.

 

Manische Phasen in der Vergangenheit

Für eine eindeutige Unterscheidung von Depressionen und bipolaren Störungen ist es wichtig, nach Phasen ungewöhnlicher Hochstimmung in der Vergangenheit zu forschen“, erklärt Professor Michael Bauer vom Universitätsklinikum Dresden und 1. Vorsitzender der Deutschen Gesellschaft für Bipolare Störungen e.V. (DGBS). „Hier sind neben den Betroffenen selbst vor allem die Freunde und Angehörigen gefragt: Meist sind sie es, die ein über längere Zeit anhaltendes, auffälliges Verhalten bemerken, das mit normalen Stimmungsschwankungen nichts mehr zu tun hat“, so Bauer weiter. Wichtig ist die genaue Diagnose auch deshalb, weil sich eine Fehldiagnose negativ auf den Behandlungsverlauf auswirkt, denn bipolare Störungen müssen anders behandelt werden als Depressionen.

 

Bipolare Störungen selbst erkennen

Um bipolare Störungen frühzeitig erkennen zu können, ist eine umfassende Aufklärung notwendig. Hier setzt die Initiative Schattenkampf an: Sie trägt dazu bei, Betroffene sowie deren Freunde und Angehörige für die Symptome bipolarer Störungen zu sensibilisieren und zu ermutigen, ärztliche Hilfe in Anspruch zu nehmen. Auf der Website der Initiative www.schattenkampf.de finden Interessierte wichtige Informationen zu bipolaren Störungen sowie hilfreiche Adressen und Ansprechpartner. Weitere Informationen gibt es zudem unter der neuen Schattenkampf-Servicenummer 0800-68 68 800 (Mo, Mi und Fr jeweils 14 -18 Uhr).

 

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