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Aus Alt mach Neu

Ende der 80er Jahre stand Brigitte Nielsen oft im Mittelpunkt der Aufmerksamkeit:Heirat mit "Rocky-Star" Sylvester Stallone, eine gemeinsame Platte mit Falco und jede Menge Fotos auf den Titelseiten der Klatschpresse. Es folgten eher dürftigen Schaupielrollen; dann wurde es ruhiger um die dänische Sexbombe.Jetzt aber – fünf Ehen später – macht Brigitte Nielsen wieder medienträchtige Schlagzeilen. Anfang 2008, nach jahrelangen Drogen- und Alkoholproblemen, machte sie für den amerikanischen Fernsehsender CTV vor laufender Kamera einen Entzug durch.

 

Und weil das so gut geklappt hat, darf nun RTL vor laufender Kamera diverse schönheitschirurgischen Eingriffe in einer Doku-Soup präsentieren. 60.000 € legt der Sender angeblich auf den Tisch von Gerhard Sattler, dem Leiter der Darmstädter Promi-Klinik.

"Ausgezogen sieht sie überhaupt nicht gut aus", stellt der Chirug fest und entscheidet sich für eine komplette Rundumerneuerung. Facelift, Augenlift, Fettunterspritzung im Gesicht mit Eigenfett, Fettabsaugung, Bruststraffung und neue Zähne. Die 45-jährige ist seit 2005 mit dem den 16 Jahre jüngeren Mattia Dessi verheiratet und möchte deshalb noch mal Dreißig sein – oder zumindest so aussehen. Nur 3 Wochen hat RTL für diese Operationen eingeräumt, das "Sommerloch" sollte voll ausgenutzt werden. Bild, Focus, Spiegel und andere machen dieses Spektakel auch voll mit und sorgen für den beabsichtigen PR-Effekt.

Damit das ganze Spektakel nicht so frauenfeindlich und zynisch rüberkommt, hat Frau Nielsen auch noch ein tolles Motiv für ihre Aktion parat: sie will ein Zeichen setzen gegen die verbreitete Verlogenheit in ihren Kreisen. "Die Heimlichtuerei in Hollywood nervt. Man sieht doch, dass die Stars nicht natürlich altern. Es ist nicht in Ordnung, dass die normalen Frauen angelogen werden." Trotz aller professionell erzeugten Aufmerksamkeit hielten sich die Einschaltquoten allerdings in Grenzen. RTL erreichte nur knapp 11 Prozent der Fernsehzuschauer. Konkurrent Pro Sieben schaffte zur gleichen Sendezeit über 15 Prozent mit dem Wissensmagazin "Gallileo". Das macht Hoffnung.

Ausgabe August 2008, Seite 39

 

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