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Neuer Test zur Früherkennung von Parodontitis

Die konventionellen Methoden der Parodontitis-Diagnostik greifen erst, wenn bereits ein Schaden - von der Zahnfleischentzündung bis hin zum Abbau des Kieferknochens und Zahnausfalls - eingetreten ist. Ein neuer Test ermöglicht nun eine Erkennung von Parodontitis, noch bevor sie Schädigungen verursacht.

Was landläufig als Parodontose bezeichnet wird, ist eigentlich eine Parodontitis. Dabei handelt es sich um eine ansteckende Infektionskrankheit, die von Bakterien verursacht wird und auch von Mensch zu Mensch, beispielsweise durch Küssen übertragen werden kann. Die Folgen einer nicht behandelten Parodontitis reichen von der Zahnfleischentzündung bis hin zu Zahnausfall und Schädigungen des Zahnhalteapparates. Ein Zusammenhang von Parodontitis und koronaren Herzerkrankungen und auch Frühgeburten gilt als gesichert. Mit den konventionellen Methoden der Diagnostik wie Sonde, Röntgen oder verschiedene Tests, die entweder die bakterielle Zusammensetzung des oralen Biofilms analysieren oder die genetische Disposition des Patienten, konnten bisher Erkrankungen erst festgestellt werden, wenn bereits Schädigungen eingetreten waren. Der neue aMMP-8-Test ermöglicht eine Diagnose, bevor die Parodontitis wirklich ausbricht. Mit diesem Test lässt sich ein Enzym, die Matrix-Metalloproteinase-8 (aMMP-8) nachweisen, das eine Hauptursache der paradontalen Zerstörung ist. Dieses Enzym ist ein Entzündungsmarker, der im Entzündungsfall Kollagen abbaut bzw. zerstört. Der neue Test misst also nicht "die Paradontitis", wie Sonde oder Röntgen und auch nicht "die Entzündung", sondern die Methode greift schon vorher", erklärt der Implantologe Dr. Jörn Thiemer (MSc). Mit dem Test kann man einen allgemeinen Status erheben oder auch ganz gezielt suchen – zum Beispiel in den Zahnfleischtaschen. Seit einem Monat bietet die Gemeinschaftspraxis in Bochum-Wattenscheid diesen Test an - im Rahmen des Prophylaxeprogramms und besonders vor größeren Eingriffen, wie etwa beim Einsatz von Zahnimplantaten. "Das gibt dem Patienten eine größere Sicherheit, dass der Kieferknochen, in welchem das Implantat verankert wird, sich in keinem Entzündungs- oder Abbauprozess befindet und der Zahnersatz somit gut einheilen kann. Liegt eine nicht erkannte Parodontitis vor, so kann dies zu einer Periimplantitis führen - das Implantat wird befallen, wie ein normaler Zahn. "Der Test lohnt sich für jeden Patienten, um den Status Quo in Sachen Parodontitis zu ermitteln und einer Entzündung mit gravierenden Folgeschäden zuvor zu kommen", erläutert der Implantologe. Der Test dauert ca. 3 Minuten, ist schmerzfrei und kostet cirka 85 Euro. Dr. Jörn Thiemer wird am 26.4. um 19 Uhr im Hattinger Gasthaus Weiß im Rahmen seines Vortrags zum Thema Zahnimplantate auch über den neuen aMMP-8 Test referieren. Info und Anmeldung: 02327-23973. www.thiemer.com

Ausgabe 04-10

 

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